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Zielsetzung

Dieser Artikel soll eine Einführung in das Programm Aseprite geben und einige der wichtigsten Funktionen beschreiben.

Eine Zeichenfläche in der Mitte, Farbpalette auf der linken und Werkzeuge auf der rechten Seite

Was ist Aseprite?

Aseprite ist ein kostenpflichtiges Programm, mit dem Pixel Art erstellt werden kann. Die Software ist Stand Juni 2022 für knapp 17 Euro auf Steam erhältlich. Aseprite bietet einen einfache Möglichkeit in den Pixel Art-Bereich einzusteigen, es hat jedoch viele Funktionen, die auch professionelles Arbeiten ermöglichen. Gerade für Game Designer, die einen Retro-Look für ihr Spiel wollen, ist Aseprite ein nützliches Tool.

Stift, Radiergummi und weitere Werkzeuge in einer Reihe aufgelistet

Wie benutze ich Aseprite?

Aseprite stellt dem Nutzer folgende Werkzeuge zur Verfügung. Ganz oben befindet sich das Auswahl-Tool. Es kann mit einem Rechtsklick in das Lasso-Tool oder das Zauberstab-Tool umgewandelt werden. Darunter befindet sich das Stift-Tool. Damit kann frei Hand gezeichnet werden. Ist das Tool ausgewählt, so kann am oberen linken Rand die Stärke des Stifts eingestellt werden. Als nächstes folgt der Radiergummi und die Pipette. Diese Tools sollten aus Bildbearbeitungs-Programmen wie Photoshop bekannt sein. Damit kann ein Teil der Zeichnung gelöscht beziehungsweise eine Farbe ausgewählt werden. Mit dem Lupen-Tool kann an eine Stelle herangezoomt werden, dies funktioniert jedoch auch mit dem Mausrad. Mit dem Bewegen-Tool können einzelne Flächen der Zeichnung bewegt werden. Es folgt das Farbeimer-Tool, in Aseprite durch einen Tropfen dargestellt. Es füllt eine Fläche mit einer festgelegten Farbe aus. Mit einem Rechtsklick kann hier das Gradient-Tool ausgewählt werden, mit dem Farbverläufe erstellt werden können. Darunter befinden sich die Geometrie-Tools Linie und Form. Mit ersterem können gerade Linien gezeichnet werden, mit einem Rechtsklick auch Kurven. Das Formen-Tool kann durch Rechtsklick zu gefüllten Rechteck, gefüllter Ellipse oder leerer Ellipse umgestellt werden. Diese Formen können dann einfach durch gedrückt halten der linken Maustaste aufgezogen werden. Es folgt das Kontur-Tool, welches, wie der Name bereits verrät, Konturen zeichnet. Mit ihm zeichnet man eine Linie und das Programm füllt den Abstand zur nächsten Form mit der ausgewählten Farbe. Durch einen Rechtsklick auf dieses Werkzeug kann außerdem das Polygon-Tool aufgerufen werden: Damit lassen sich alle möglichen Formen zeichnen. Als letztes Tool in der Reihe befindet sich das Blur-Tool, mit dem Konturen verschwommen gemacht werden können. Mit einem Rechtsklick lässt sich das Jumble-Tool öffnen. Es ordnet alle Pixel in seinem Radius zufällig neu an.

Mehrere Farben in einem Raster darunter ein Farbspektrum zur Auswahl

Die Farben

Beim Öffnen einer neuen Aseprite-Datei, kann eine Palette ausgewählt werden. Hierfür gibt es einige programminterne Paletten, die sich für verschiedene Artstyles eignen. Es gibt beispielsweise eine Blauton-Palette oder eine mit natürlichen Farben. Zusätzlich bietet Aseprite die Möglichkeit, Paletten zu importieren. Im Farbfeld unten können außerdem Farben ausgewählt und dann in der Palette gespeichert werden. Es gibt zudem die Möglichkeit, mit einem Klick auf die unterste Fläche, den Hex-Code einer Farbe einzugeben und die Farbe anschließend zu speichern.

Ein Fenster mit Eigenschaften des Layers; mit Name und Modus

Layer und Frames

Besonders für Animationen sind die Layer und Frame Einstellungen essenziell. Mit einem Rechtsklick auf ein bestehendes Layer, kann ein neues Layer erstellt und benannt werden. Im Mode-Dropdownmenü kann als Modus beispielsweise ‘verdunkeln’ oder ‘aufhellen’ ausgewählt werden. Mit einem Klick auf das ‘+’ unten rechts, wird ein neuer Frame erstellt. Mit einem Rechtsklick auf die Framezahl können auch hier die “Properties” geöffnet werden. Aseprite bietet die Möglichkeit, die Dauer eines Frames abzuändern. Will man beispielsweise ein GIF exportieren, kann so die Animationsgeschwindigkeit angepasst werden.

Ein Fenster mit Eigenschaften des Layers; mit Name und Modus

Exportieren

Dateien in Aseprite werden grundsätzlich als .ase oder .aseprite Dateien gespeichert. Diese lassen sich ausschließlich in Aseprite öffnen. Beim Exportieren kann oben links unter “File - Export” der Dateityp ausgewählt werden. Es sind sowohl .gif als auch .png Dateien möglich. Zusätzlich kann die Größe des Bildes, beziehungsweise die des GIFs, eingestellt werden und welche Layer und Frames exportiert werden sollen.

Leiste mit Pinsel Einstellungen, Ink-Tool und Symmetrie Einstellungen

Weitere Funktionen

Wählt man den Zeichenstift aus, erscheinen am oberen Rand der Applikation ein paar weitere Funktionen. Mit der linken Schaltfläche kann die Stiftform angepasst werden, es können sogar personalisierte Pinsel erstellt werden. Im Feld rechts daneben kann die Stärke des Stifts eingestellt werden und direkt daneben die Drehung des Stifts. Als nächstes kommt das Ink-Tool, mit dem Schatten gezeichnet werden können, die Schaltfläche daneben bietet weiter Einstellungen dazu. Neben der “Pixel-perfect”-Einstellung befinden sich noch die Symmetrie-Einstellungen. Damit können horizontale oder vertikale Spiegelachsen eingefügt werden. Auch bei den anderen Werkzeugen gibt es diese zusätzlichen Funktionen, wobei diese je nach Tool abweichen.

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Fazit

Das Programm Aseprite ist ein vielseitiges Werkzeug zur Erstellung von Pixel Art. Er bietet eine übersichtliche Arbeitsoberfläche, die dennoch zahlreiche Funktionen für professionelles Arbeiten bietet. Für den geringen Preis von knapp 17 Euro, sind Pixel Art-Interessenten hier gut aufgehoben.

Ein Artikel von Alexander Frey geschrieben am 05.07.2022

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