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Zielsetzung

Lernspiele spielen eine immer wichtigere Rolle in unsere Gesellschaft, doch was genau sind Lernspiele, wie helfen sie uns und vieles mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Lernspiel?

Lernspiele sind Spiele, bei welchen das Lernen im Vordergrund steht. Ein ebenso geläufiger Name ist der englische Begriff „Educational Games”. Sie dienen dazu spielerisch Wissen zu vermitteln und die Lernmotivation zu steigern.

Unterschied zu Gamification

Wenn spielerische Elemente in einen spielfremden Zusammenhang eingesetzt werden, wird das als „Gamification” bezeichnet. Darunter fallen Anwendungen, Spiele und die Verwendung von Spielelementen auf andere Bereiche. Lernspiele hingegen existieren ausschließlich in Form von Spielen, sind jedoch ein Teil der Gamification. Mehr Informationen zum Thema „Gamification” finden Sie in dem Artikel „Was ist Gamification?”.

Das Bild zeigt vier Personen mit VR-Brillen. Sie sitzen in einem Raum auf einem Hocker und spielen die Gamification Inhalte

Unterschied zu Game-based Learning

Lernspiele sind ein Teil des „Game-based Learnings”, übersetzt des „spielbasierten Lernens”. Game-based Learning ist der Prozess spielerische Elemente in einen Lernkontext einzubauen. Weiteres hierzu wird in dem Artikel „Was ist Game-based Learning” erläutert.

Eine weiße Oculus Quest von Facebook liegt im Gras

Unterschied zu Serious Games

Neben Lernspielen sind Serious Games ein Teil des Game-based Learnings. Serious Games (zu dt. „ernste Spiele”) sind Spiele, die oftmals eine ernsthafte und problematische Thematik behandeln. Sie dienen zur Wissensvermittlung und stellen den Unterhaltungsaspekt in den Vordergrund. Im Gegensatz dazu sind Lernspiele nur darauf ausgelegt, einen Lernzweck zu vermitteln. Weitere Informationen werden in dem Artikel„Was ist ein Serious Game” aufgeführt.

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Anwendung von Lernspielen

Bereits im frühen Kindesalter hilft spielerisches Lernen diverse Sachverhalte schneller einzuprägen und langfristig zu speichern. Durch das „Learning by Doing”, übersetzt „Lernen durch Anwendung”, können komplexe Zusammenhänge einfacher im Gedächtnis verankert werden. Deshalb bilden Spiele ein effektives Werkzeug zur Wissensvermittlung. Lernspiele sollen einen unterhaltungsorientierten oder pädagogischen Spielzweck beinhalten. Ebenfalls möglich ist die Kombination aus beidem. Sie werden hauptsächlich im Bildungswesen eingesetzt um den Lernprozess zu vereinfachen.

Eine weiße Oculus Quest von Facebook liegt im Gras

Effektive Anwendung

Um Lernspiele effektiv zu gestalten, werden vier Grundprinzipien des spielerischen Lernens benötigt. Diese Prinzipien sind Herausforderungen, die Exploration und Erprobung des eigenen Könnens, das Erkunden von Rollen und Identitäten, sowie die Anwendung und unmittelbares Feedback. Die Herausforderung soll den Spieler voranbringen, indem dieser durch seine Fehler lernt. Der Spieler soll hierbei sein Können unter Beweis stellen. Da die virtuelle Welt keine „realen” Konsequenzen enthält, kann der Spieler experimenteller interagieren und sein Können im virtuellen Raum erproben.

Außerdem kann der Spieler ein Problem aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, da er in verschiedene Rollen schlüpfen kann. Dadurch entstehen ebenfalls neue Herausforderungen, welche den Spieler dazu anregen diese kreativ zu bewältigen. Unmittelbares Feedback spielt bei der Steigerung des Lernerfolgs ebenso eine wichtige Rolle. Des weiteren können durch die direkte Anwendung des Erlernten Spielerfolge erzielt werden, welche den Spieler motivieren sich stetig zu verbessern. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel „Educational Games – Möglichkeiten und Grenzen des spielerischen Lernens”.

Fazit

Lernspiele helfen dabei, Wissen schneller zu vermitteln und langfristig zu speichern. Damit können komplexe Zusammenhänge verständlicher dargestellt werden. Um ein Lernspiel effektiv zu entwickeln, müssen die vier Grundprinzipien des spielerischen Lernens berücksichtigt werden. Dazu zählen die Herausforderung, Exploration und Erprobung des eigenen Könnens, Erkunden von Rollen und Identitäten, sowie die Anwendung und unmittelbares Feedback.

Ein Artikel von Danielle Kern geschrieben am 17. 08 2020

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