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Zielsetzung

In diesem Artikel erklären wir ihnen was Serious Games sind, in welchen Bereichen diese verwendet werden, die Unterschiede zu Game Based Learning und mehr.

Was ist ein Serious Game?

Die Bezeichnung „Serious Games” (zu dt. „ernste Spiele”) bezeichnet Spiele, welche Wissen unterhaltsam vermitteln sollen. Darunter fallen sowohl einfache Lernspiele, als auch Spiele mit problematischen Themen, welche Aufmerksamkeit benötigen. Sie sind Teil der Gamification und werden hauptsächlich digital umgesetzt.

Auf dem Bild ist ein Mädchen mit weißem Kleid. Das Kind schaut durch eine VR-Brille und lächelt. Die VR-Brille zeigt freudige Augen aus Pixeln

Unterschied zu Gamification

Die Verwendung spielerischer Elemente in einem spielfremden Kontext wird als Gamification bezeichnet. Serious Games hingegen können grundsätzlich nur in Form von Spielen existieren. Gamification jedoch kann auch Anwendungen einschließen, welche ausschließlich die Verwendung von spielerischen Elementen beinhalten. Hierbei kann beispielsweise ein Punktesystem im Bildungswesen als spielerisches Element genutzt werden. Mithilfe von spielerischen Elementen, insbesondere Belohnungen, können Schüler motiviert werden. Mehr Informationen finden Sie in dem Artikel „Was ist Gamification”.

Unterschied zu Game-Based Learning

Der Begriff „Game-based Learning” beschreibt den Prozess, spielerische Elemente in einen Lernkontext einzubinden. Im Gegensatz dazu sind Serious Games Spiele, welche zur unterhaltsamen Wissensvermittlung dienen. Sie besitzen somit einen Lernzweck, weshalb sie Teil des Game-based Learnings sind. Game-based Learning wird deshalbt auch mit spielbasiertem Lernen assoziiert. Weiterhin unterscheidet sich Game-based Learning dadurch, dass es sowohl digitale, als auch analoge Spielarten umfasst. Genauso steht darin die Wissensvermittlung im Vordergrund. Im Gegensatz zu Serious Games wird kein Unterhaltungszweck verfolgt. Weiteres zum Thema „Game-based Learning” erfahren Sie in dem Artikel „Was ist Game-Based Learning”.

Unterschied zu Edutainment

Edutainment setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. Zum einen „Education”, zum anderen „Entertainment”. Übersetzt bedeutet dies „Bildung” und „Unterhaltung”. Edutainment vermittelt somit unterhaltsames Lernen. Gegensätzlich zu Serious Games steht beim Edutainment das Lernen im Vordergrund. Genaueres hierzu finden Sie in dem Artikel „Edutainment”.

Das Bild zeigt vier Personen mit VR-Brillen. Sie sitzen in einem Raum auf einem Hocker und spielen die Gamification Inhalte

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Anwendung von Serious Games

Da es vielen Menschen oftmals an Motivation fehlt, um etwas zu lernen, kann spielerisches Lernen dabei helfen. Aufgrund dessen verfolgen Serious Games einen Mehrzweck und nutzen Unterhaltungselemente. Dabei müssen sorgfältig ausgewählte Game-Mechaniken verwendet werden, um den Spieler an das Spiel zu fesseln.

Eine weiße Oculus Quest von Facebook liegt im Gras

Unterschiedliche Bereiche

Serious Games können in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Dazu zählen Bildungseinrichtungen, in Form von Lernspielen (auch „Educational Games” genannt), genauso wie die Aus- und Weiterbildung für Unternehmen. Des Weiteren kommen das Gesundheitswesen, der Militär-, und Fitnessbereich, wie auch die Werbebranche, Kunst und Religion hinzu. Dabei können bestimmte Themen im politischen und gesellschaftlichen Raum Aufmerksamkeit erregen und den Spieler dazu auffordern sich damit intensiver auseinanderzusetzen. Ein Beispiel hierfür wäre das Thema „Klimawandel”.

Effektives Einsetzen

Lernen muss Spaß machen, deshalb spielt der Unterhaltungsfaktor die wichtigste Rolle. Mithilfe der richtigen Verwendung des Spielflows, Motivationskreislaufs und Drei-Phasen-Zyklus, kann der Spieler motiviert werden. Dadurch kann Wissen einfacher und effektiver aufgenommen werden.

Eine weiße Oculus Quest von Facebook liegt im Gras

Spielflow

Serious Games benötigen einen ausgeglichenen „Spielflow”. Der Spielflow besteht aus 50% Unterhaltung und 50% Wissensvermittlung. Der „Flow” soll den Spieler weder unter-, noch überfordern, sonst kann der Spielspaß verloren gehen. Deswegen muss das Spiel aus schweren und einfachen Leveln bestehen, um diese Balance zu generieren.

Motivationskreislauf

Der Motivationskreislauf besteht aus drei Phasen: Aktion, Belohnung und Motivation. Hierbei muss der Spieler durch Belohnungen, beispielsweise in Form von Achievements, motiviert werden. Ebenfalls kann ein Punktesystem in einer Rangliste dazu beitragen, dass die Spieler langfristig motiviert werden.

Drei-Phasen-Zyklus

Der Drei-Phasen-Zyklus besteht aus dem Nutzerverhalten, Feedback und Nutzerurteil. Die Wiederholung des Drei-Phasen-Zyklus soll dem Spieler ermöglichen, das erlernte Wissen zu festigen. Durch das stetige Erhalten eines direkten und individuellen Feedbacks, kann der Spieler sein Verhalten verändern, sowie seine Handlungen anpassen. Hierbei können Lernerfolge schneller und einfacher erzielt werden.

Fazit

Serious Games sind Spiele mit einem Mehrzweck, in welchen die Unterhaltung im Vordergrund steht. Sie dienen zur unterhaltsamen Wissensvermittlung und können in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Um Serious Games effektiv einzusetzen, spielt die richtige Verwendung von Spielflow, Game-Mechaniken, Motivationskreislauf und Drei-Phasen-Zyklus eine wichtige Rolle.

Ein Artikel von Danielle Kern geschrieben am 25. 06 2019

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