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Zielsetzung

In diesem Artikel wird dir der Begriff VStreaming erklärt und du erhältst einen Einblick in die verschiedenen Softwares.

Begriffserklärung

Der Trend VStreaming stammt ursprünglich aus Japan und ist in den letzten Jahren zu einem globalen Phänomen geworden. Der Begriff besteht aus den Wörtern Virtual und Streaming. Der Unterschied zu herkömmlichen Streaming ist, dass der Creator beim VStreaming seine Identität mit Hilfe eines Avatars verbergen kann. Diesen Avatar stellt ein 3D- oder 2D-Model dar, welcher anstelle des Creators zu sehen ist. Durch bestimmte Software kann die Gestik und Mimik der Person in Echtzeit auf den Avatar übertragen werden.

CodeMiko ist in ihrem Motion Capture Suit zu sehen. Daneben ist ihr Avatar zu sehen.

Benötigte Hardware

Zunächst braucht der Creator einen Computer. Dieser muss je nach Komplexität des Models und Qualität des Streams, hohe Leistungskraft besitzen. Für das VStreaming ist außerdem eine Webcam notwendig, da sie fängt die Bewegungen des Creators trakt. Je besser die Qualität der Webcam, desto besser funktioniert die Übertragung. Möchte der Creator die Bewegung seiner Hände ebenfalls übertragen, ist ein Leap Motion-Gerät oder ähnliche Hardware nötig. Je nach Höhe des Budgets, kann die Anschaffung eines Motion Capture-Anzugs sinnvoll sein. Er trackt die Bewegungen des ganzen Körpers.

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Das Interface von PrPrLive mit Einstellungen am linken Rand

Erstellung eines 2D-Avatars

Die benötigte Software unterscheidet sich je nachdem, ob der Avatar ein 2D oder ein 3D Model sein soll. Für die Erstellung eines 2D Avatars ist zunächst ein Zeichenprogramm wie “Adobe Photoshop” nötig. Hier müssen alle Teile des Körpers, die sich später einzeln bewegen sollen, auf separaten Ebenen gezeichnet werden. Für das Riggen des Avatars wird ein Programm wie “Live2D Cubism” benötigt. Es ermöglicht dem Nutzer seiner Zeichnung eine Art digitales Skelett zu verleihen. Somit wird festgelegt, welches Körperteil sich wie bewegen soll. Um nun den fertigen Avatar zum Leben zu erwecken, ist das Programm “PrPrLive” nützlich. Es animiert die Figur anhand des Webcam-Inputs und kann direkt als virtuelle Facecam verwendet werden.

Man sieht eine Figur und mehrere Buttons wie “Effect settings” oder “Light settings”

Erstellung eines 3D-Avatars

Für einen 3D Avatar ist ein Modelling Programm wie “Blender” hilfreich. In “Blender” können 3D Models von Grund auf erschaffen werden. Auch das Rigging ist in diesem Programm möglich. Sollte es dem Creator nicht möglich sein ein solches Model zu erstellen, so kann er alternativ auf die Software “MetaHuman Creator” zurückgreifen. Sie stellt eine Reihe geriggter und personalisierbarer Models bereit. Um anschließend das Model zum VStreaming verwenden zu können, wird ein Programm wie “VSeeFace” benötigt. Wie bei “PrPrLive” wird hier das Model anhand des Kamera-Inputs animiert. Es ist auch möglich die Animation über die “Unreal Engine” laufen zu lassen.

Fazit

Der Trend des VStreaming wird immer größer und stellt für viele Creator eine attraktive Lösung dar. Mit mäßigem Budget und Aufwand kann ein VStreaming-Setup umgesetzt werden. Die Erstellung eines Avatars ist mit der richtigen Software auch für Anfänger kein schweres Hindernis.

Ein Artikel von Alexander Frey geschrieben am 13.04.2022

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